Ökologische Folgen des Fleischkonsums:
1. Landverbrauch
Auf der Fläche eines Grundstücks, die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten. In der Schweiz werden rund 67% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Tierhaltung und den Futtermittelanbau verwendet. Dies entspricht dem weltweiten Durchschnitt! (Quelle: Worldwatch Paper 171, S. 7)
Der enorme Landverbrauch für die Fleischproduktion beeinträchtigt auch den Regenwald: In Zentralamerika wurden innerhalb der vergangenen 40 Jahre 40% des gesamten Regenwaldes gerodet bzw. abgebrannt, hauptsächlich um Weideland zu erhalten oder Futtermittel anzubauen. (Quelle: "Meat-Now, It's Not Personal", World-Watch-Magazin Juli/ August 2004)
Die Welternährungsorganisation FAO der Uno stellte in der 2006 von ihr veröffentlichten Studie fest, dass 70% des abgeholzten Amazonas für Viehweiden verwendet wurden und der Futtermittelanbau einen Großteil der restlichen 30% belegt. (Quelle: eine Studie der UN-Organisation FAO vom November 2006)
2004 wurden 1,5 Millionen Tonnen Fleisch in die EU importiert. Über ein Drittel aus Brasilien.
Jeder verspeiste Hamburger hat sechs Quadratmeter Urwald gekostet. (Quelle: Bernhard Pötter in "Klimakiller ersten Ranges" Die Zeit, 18.01.2007 Nr. 04)
Seit 1970 wurden über 20 Millionen Hektar der feuchten Tropenwälder in Rinderweiden umgewandelt. (Quelle: Worldwach Institute)
2. Landverbrauch:
Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7-16kg Getreide oder Sojabohnen.
Bei der "Umwandlung" von Getreide in Fleisch gehen durch diese künstliche Verlängerung der Nahrungskette unter anderem 90% Eiweiß, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren.
Würde z.B eine Bevölkerung, wie die der Amerikaner, nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren.
3. Wasserverbrauch:
Bei der Bekämpfung des weltweiten Hungers wird oft nur von der Nahrungsmittelversorgung gesprochen und das Wasser, welches notwendig ist, um überhaupt Nahrungsmittel produzieren zu können, vernachlässigt.
In Stockholm fand deshalb 2004 eine Wasserkonferenz statt, welche sich ausschließlich mit der Wasserversorgung der Menschen befasste.
Dabei kamen interessante Ergebnisse zu Tage. Ob eine Familie eher 2000 Liter oder 5000 Liter täglich für ihre Ernährung benötigt, hängt sehr von ihrer Ernährungsweise ab.
Bei einer ausreichenden Ernährung mit 80% pflanzlicher Nahrung und 20% Fleischanteil ( in den Industrienationen macht der tierische Anteil heute sogar 30-35% aus ) beträgt der Wasserverbrauch pro Jahr 1300³ , bei einer rein vegetarischen Ernährung nur rund die Hälfte.
Durch den steigenden Konsum an tierischen Produkten wird weltweit immer mehr Wasser in der Landwirtschaft benötigt. In Indien muss in manchen Regionen das Wasser bereits aus 1000 Meter Tiefe hervor gepumt werden. Noch vor einer Generation reichten den Bauern Handgegrabene Brunnen für ihre Bewässerungen aus. heute sind bereits 95% der kleinen Pumpen ausgetrocknet.
Mit dem Wasserverbrauch für 1kg Fleisch könnte man ein Jahr lang duschen. (Aus "meat-Now, Its Not Personal")